{"id":308,"date":"2023-05-02T09:28:05","date_gmt":"2023-05-02T08:28:05","guid":{"rendered":"https:\/\/vej.imux.eu\/?page_id=308"},"modified":"2023-10-15T20:24:02","modified_gmt":"2023-10-15T19:24:02","slug":"zur-geschichte-der-johanniskirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.johanniskirche.org\/?page_id=308","title":{"rendered":"Zur Geschichte der Johanniskirche"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es ist historisches Gel\u00e4nde, eine Dorfkirche, die heute leider nur noch eine Ruine ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Dorfkirche, bereits 1310 erw\u00e4hnt, wurde bis 1963 von den katholischen Einwohnern Wei\u00dfkirchens als Mittelpunkt ihres religi\u00f6sen Lebens genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum Ruine?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Dorfkirche zu klein wurde, baute man eine neue Kirche St. Crutzen. Diese wurde 1963 eingeweiht. Das war aber nicht der Grund daf\u00fcr, dass Sie jetzt in einer Ruine stehen! Am 23.Juni 1967 (Johannesnacht) schlug ein Blitz in den Turm ein, der Dachstuhl brannte lichterloh. Es entstanden so gro\u00dfe Sch\u00e4den, dass der Turm bereits kurz nach dem Brand abgetragen werden musste. 1983 wurden das Hauptdach abgetragen und die Mauern gesichert. Es wurde entschieden, die Ruine als \u201eBaudenkmal\u201c zu erhalten. Heute steht die Ruine unter Denkmalsschutz und ist als \u201eKunstdenkmal\u201c erfasst! 2011 bekam sie einen neuen Boden aus Eichenholz und abnehmbare Sonnensegel<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Blick in die Geschichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um 1300 erbaute man an diesem Platz die Kirche, wobei offenbar Teile der Ausstattung einer nahegelegenen \u201eMargarethen-Kapelle\u201c in die \u201eJohanneskirche\u201c \u00fcbernommen wurden. Von diesem \u00e4ltesten Bau ist noch links die Seitenkapelle erhalten. Das wichtigste Datum ist jedoch das Jahr 1535. Da gingen der gesamte Besitz und alle Rechte der Mutterkirche St. Crutzen auf die Filiale Wei\u00dfkirchen \u00fcber. Im 30-j\u00e4hrigen Krieg haben die Truppen Christian von Braunschweig das Kirchlein und das Dorf niedergebrannt \u2013 genau am 6.Juni 1622. Die Wei\u00dfkirchner haben 1670 ihre Kirche wieder aufgebaut und ein fr\u00fchbarockes Hauptschiff errichtet, das 100 Jahre sp\u00e4ter nach Westen erweitert wurde. Eine dritte Erweiterung gab es 1884 in \u201eneu-romanischem Stil\u201c. Der Blickfang f\u00fcr den heutigen Besucher \u2013n\u00e4mlich der Altarraum mit Sakristei- ist also nur 134 Jahre alt, die Seitenkapelle links jedoch mehr als 700 Jahre!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kirchplatz war noch bis zum 19.Jahrhundert Friedhof!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie sah es hier vor 60 Jahren aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Mitte der Kirche, \u00fcber dem kleinen Portal befand sich der Turm! Von dort hing auch das Glockenseil herunter. Erst als 1953 neue Glocken angeschafft wurden, gab es auch ein elektrisches Gel\u00e4ute. Im mittleren und hinteren Teil der Kirche standen &#8211; recht unbequeme -Kirchenb\u00e4nke. Ganz hinten f\u00fchrte eine schmale Treppe hinauf zur Empore, Zutritt nur f\u00fcr M\u00e4nner! Und den Organisten! In Richtung Altar war rechts der Beichtstuhl und links die Kanzel. Rechts und links standen die schmalen Knieb\u00e4nke f\u00fcr Kinder \u2013 eine Tortur, dort zu knien! Der Altarraum war durch die Kommunionbank abgeschlossen. In der Nische rechts stand eine wertvolle Statue \u201eMaria mit dem Kind\u201c von 1750, heute in der Kirche St. Crutzen. In der Seitenkapelle befand sich eine Pieta, also ein Standbild der schmerzhaften Gottesmutter, das von den Gl\u00e4ubigen sehr geliebt wurde. Weitere Bilder, bunte Kirchenfenster und Wand- und Deckenmalereien lie\u00dfen die kleine Dorfkirche durchaus attraktiv aussehen!<\/p>\n\n\n\n<p>(nach Wolfgang Ritsert)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"309\" src=\"https:\/\/www.johanniskirche.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20200413T171624-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-309\" srcset=\"https:\/\/www.johanniskirche.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20200413T171624-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.johanniskirche.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20200413T171624-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.johanniskirche.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20200413T171624-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.johanniskirche.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20200413T171624-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.johanniskirche.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20200413T171624-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist historisches Gel\u00e4nde, eine Dorfkirche, die heute leider nur noch eine Ruine ist. 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